Institut für Staatspolitik & konflikt laden zur Frühjahrsakademie

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Die Akademien, die halbjährlich vom IfS ausgerichtet werden, haben mittlerweile den Status einer festen Institution im deutschen patriotischen Lager. Dieses Jahr ändert lädt das Institut für Staatspolitik zum ersten Mal zur Frühjahrsakademie – in Kooperation mit jungen politischen Medien- und Bildungsprojekten.

Der Mensch

Das Thema der Frühjahrsakademie lautet »Der Mensch«, und demzufolge behandeln auch alle angebotenen Vorträge Themen der Anthropologie. Jonas Schick, seines Zeichens Herausgeber der Zeitschrift für Naturschutz Die Kehre, wird über die »Masse Mensch« referieren. Damit knüpft er an das Leitthema der 8. Ausgabe der Kehre an: Diese titelte »Massengesellschaft« und behandelte in einem ihrer Leitartikel die Frage, ob der Mensch im Zeitalter seiner industriell betriebenen Vermassung gar als »Naturkatastrophe« bezeichnet werden kann, wie von radikaler Ökologen manchmal gefordert wird. Eine streitbare These, die jedoch aus den gegenwärtigen Debatten nicht wegzudenken ist.

Biopolitik

Ein eng verwandtes Thema behandelt konflikt-Mitgründer Erik Ahrens in seinem Vortrag mit dem Titel »Biopolitik«. Dabei wird der Fokus von der äußeren Natur des Menschen weggenommen und auf seine innere Natur gerichtet. Ein zentrales Thema, das die Politik- und Sozialwissenschaften insbesondere in Deutschland konsequent ignorieren, ist die hohe Bedeutung der genetischen Veranlagungen von Individuen und Populationen für deren politisches System und gesellschaftliches Zusammenleben. Biopolitik ist jede Politik, die direkt oder indirekt auf diese biologische Grundlage der Gesellschaft Einfluss nimmt – etwa durch Familienpolitik, sozialstaatliches Handeln, Verbot oder Legalisierung von Abtreibung, Migrationspolitik oder, wie etwa China, durch die intensive staatliche Förderung der Genforschung.

Verschließen wir die Augen vor der biopolitischen Realität, so wie es zum Beispiel der deutsche Mainstream vormacht, findet sie dennoch statt – wie in Fragen des Naturschutzes ist auch hier Wegschauen und den Dingen ihren Lauf lassen eine ebenso politische Entscheidung wie Hinsehen und aktiv Einfluss nehmen. Doch weil die Fragen der Humangenetik noch immer vor allem einen Spezialdiskurs unter Naturwissenschaftlern darstellen, fehlt bis heute ein Begriffsapparat, mit dem auch politisch und gesellschaftlich Interessierte die neuen Erkenntnisse der Genforschung in ihre Überlegungen aufnehmen können. Der Vortrag soll hier einen ersten Denkanstoß liefern.

Mensch, Übermensch, Transhumanismus

Ebenso wie die Biopolitik behandelt auch der nächste Vortrag ein Phänomen, das tief in der europäischen Geistesgeschichte wurzelt und heute sehr aktuell wird – den Transhumanismus. Bereits seit Jahrzehnte sprechen einzelne Vorreiter aus Wissenschaft und Technologiesektor von der Überwindung der menschlichen Natur (und ihrer Beschränktheit) durch technologische Neuerungen. In Zeiten von Technologien wie neuronalen Netzwerken und schnell voranschreitender Künstlicher Intelligenz (KI) scheinen solche Ideen, die lange als Träumereien abgetan wurden, plötzlich in den Bereich des Realisierbaren zu rücken.

In seinem Vortrag »Mensch, Übermensch, Transhumanismus« behandelt der Wiener Aktivist Martin Sellner den Zusammenhang des neuen Transhumanismus mit dem Bild des Übermenschen, wie es sich seit Friedrich Nietzsche durch die Moderne zieht. Wenn die Überwindung des Menschen als Idee bereits im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert existierte – was bedeutet es dann, dass sie jetzt auf einmal in greifbarer Nähe vor uns steht? Und verwirklichen sich damit Nietzsches Träume von einer Über-windung des Allzumenschlichen, oder ist es nicht gerade diese vermeintliche Beschränktheit, die das menschliche Leben erst lebenswert macht?

Programm

Überdies wird es einen Vortrag von Dr. Erik Lehnert (IfS) zum Menschenbild Oswald Spenglers geben, sowie weitere Vorträge zu den Themen »Medientheorie und Mensch«, »Depressive Hedonie«, »Gehlen und Adornor« und »Mensch und Ratio«. Das Vortragsprogramm ist wie immer dicht gepackt und behandelt den titelgebenden Menschen aus vielen verschiedenen Perspektiven – dabei immer mit der Rückbindung zu einem rechten, realistischen Menschenbild.

Außer den Vorträgen gibt es auch mehre Abendformate: Darunter ein Autorengespräch über Arnold Gehlen mit Dr. Erik Lehnert und Veranstalter Götz Kubitschek, ein Vortrag zum Theme »Der Ukrainekonflikt und die deutsche Rechte«, sowie ein Filmabend – der gezeigte Film soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden, doch steht auch er in engem Zusammenhang mit der Frage, was vom Menschen übrig bleibt, wenn seine Natur komplett technologisch von Technologie beherrscht (und schließlich ersetzt) werden kann.

Kooperation mit dem Institut für Staatspolitik

Veranstalter der ersten Frühjahrsakademie ist das Institut für Staatspolitik in Kooperation mit dem konflikt Magazin und der politischen Bildungsplattform GegenUni. Wir bedanken und für die Gelegenheit zur Kooperation und freuen uns, die Akademieteilnehmer und konflikt-Leser in diesem Rahmen treffen zu dürfen.

Anmeldung

+ Die Akademie findet statt vom Freitag, 8. April, 14 Uhr bis Sonntag, 10. April, 13 Uhr.

+ 100 Hörerplätze stehen zur Verfügung, Anmeldung bitte an anmeldung@staatspolitik.de oder telefonisch unter 034632–904396.

+ Kosten: 50 € für Nichtverdiener, 100 € für alle andern. Enthalten sind zwei Übernachtungen, alle Mahlzeiten ab Freitagabend sowie die Teilnahme an allen Vorträgen und Veranstaltungen.

Wir bitten um rasche Anmeldung zu dieser recht kurzfristig angesetzen, besonderen Akademie, die es uns ermöglichen wird, endlich wieder direkt miteinander zu studieren und zu diskutieren.

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