Ideen für den Postliberal Podcast

Bruno
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Registriert: Mittwoch 31. März 2021, 16:52

Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Bruno »

Wir suchen nach Vorschlägen für weitere Denker und Ideen für unseren Postliberal Podcast.

Rapha_Sousa
Beiträge: 3
Registriert: Freitag 9. April 2021, 13:28

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Rapha_Sousa »

Fände einen Baudrillard Podcast extrem interessant :D

Leo Ladig
Beiträge: 65
Registriert: Freitag 9. April 2021, 19:06

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Leo Ladig »

Ich finde den Grundgedanken, sich nicht in alten Denkmustern zu verbeißen, sondern neue Lebensmodelle zu finden an sich sehr lobenswert. Allerdings bleibt bisher immer sehr nebulös, was das denn eigentlich sein soll. Vielleicht könntet ihr das mal etwas konkretisieren? Wenn man lediglich Denker wie Foucault daraufhin analysiert, was man von ihnen gebrauchen kann, steht das Denkmuster ja vorher auch schon fest.

dimitrij
Beiträge: 51
Registriert: Freitag 9. April 2021, 11:03

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von dimitrij »

Du meinst, was ist das Ziel des Postliberal Podcasts?

Leo Ladig
Beiträge: 65
Registriert: Freitag 9. April 2021, 19:06

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Leo Ladig »

Ich meine nicht den Podcast selbst, sonder eine grobe Definition, worin der Postliberalismus eigentlich besteht.

Bruno
Site Admin
Beiträge: 13
Registriert: Mittwoch 31. März 2021, 16:52

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Bruno »

Leo Ladig hat geschrieben: Samstag 10. April 2021, 07:42 Ich finde den Grundgedanken, sich nicht in alten Denkmustern zu verbeißen, sondern neue Lebensmodelle zu finden an sich sehr lobenswert. Allerdings bleibt bisher immer sehr nebulös, was das denn eigentlich sein soll. Vielleicht könntet ihr das mal etwas konkretisieren? Wenn man lediglich Denker wie Foucault daraufhin analysiert, was man von ihnen gebrauchen kann, steht das Denkmuster ja vorher auch schon fest.
Ein bisschen Geduld, bald wird dazu mehr folgen :D

Nexus Entity
Beiträge: 4
Registriert: Freitag 9. April 2021, 12:03

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Nexus Entity »

Wie der Name schon sagt, liberal ist das Gegenteil von totalitär (anti-freiheitlich).

Im Grunde ist die generalistische Argumentation des Liberalen, dass die inneren Motivationen des Menschens Maß aller Dinge ist oder nur sein kann, und das alle Limitationen oder Restriktion eine Verwerflichkeit durch Anmaßung mittels beschränkten Wissens über den Menschen selbst sein würden. Liberalismus ist eigentlich "Anarchie". Die Anarchie definiert sich durch die alleinige Ordnungsmaß o.- Instanz der Macht. Hierbei definiert sich die Gruppe des geltenden Rechts oder Solidarischkeit durch Selektion, wie beim Nationalsozialismus, die sich auf "natürliche" (seiner funktionellen Prämisse folgend) nicht bewusst oder menschliche willentlich oktroyierte Regeln, deshalb "nicht" den nationalsozialistischen Taten gleichzusetzen, vollzieht, kurz: Intelligenz und Leistung. Sich etwas regeln lassen oder passieren lassen, in der Instanz der Betrachtung und Verstandes dazu dieser seiner Funktion, ist eine willentliche Tat -- Problem des nicht stattfindenden Eigeständnis. Ferner ist diese Unterlassung eine Maschinalisierung/Psychopatisierung des Menschen oder eine Willensabgabe. In dieser Form wäre der Mensch nicht in der Lage bewusst sein Schicksal zu verändern und Ausdruck der aktuellen Paralyse und empfundenen Ohnmacht gegenüber einem Globalisierungsprozess.

So kann man liberal zu dem Prozess des Laufenlassens umdeuten oder präzisieren (Jede Form von politischer Paralyse), und den Totalitarismus als jedes Maß des Versuches einer Regulation bezeichnen.

Der "Totalitarismus" bezeichnet alle Arten der willentlichen vom Menschen selbst verursachten Eingriffe in das menschliche Leben. Er ist jede Frage der Solidarität, also die Auffassung, das durch die Arbeitsteilung keine universelle Inkompetenz die genuine sei hervorgeht oder bezeichnet wird in der menschlichen Zuteilung durch Spezialisierung, sondern der Prämisse der Ordnungsgewinnung und Abbringung von der Natur zum zirkulären menschheitlichen Wirtschaftskreislaufs, der Dienlichkeit der abstrakten menschheitlichen Überlebenswahrscheinlichkeitserhöhung.

Dieser "totalitäre" Prozess ist alles was sich Nationalismus oder Sozialismus nennt, weil es eine Regulation irgendeiner Art verlangt.
Der Liberalismus verstärkt nur innere systematische bereits latent vorhandene Machtverhältnisse.

Der einzige Unterschied zwischen Sozialismus und Nationalismus liegt in der Definition der Gruppe. Eine Gruppe ist eine Partizipationsgemeinschaft die durch die Stärke ihrer Macht aller einzelnen Elemente mit der Zustimmung zu ihr aufrecht erhalten werden muss - sie ist an Handlungsprämissen gebunden, dienlich der Gruppe zu sein. Gruppen formieren sich durch entkoppelte Dependenz zu anderen Gruppen. Der Grad der Dependenz in der Selbstbestimmung von Menschen bestimmt eine Gruppe.
  • Sozialismus wird die Gruppe universalistisch systematisch definieret, und alle moralischen und Verteilungsurteile müssen dieser Universalität dienlich sein. Hier kann Leistung nicht als Maxime genutzt werden, weil dadurch die universalistische Qualität und Sicherheit, die ihrer Prämissenswahl ursprünglich, der Keim und aller Ursprung des Aufweichung der Universalität wahrgenommen wird, ist.
  • Nationalismus definiert die Gruppe durch Leistung, sieht also keine universalistische Methode der Sicherstellung für notwendig/förderlich oder unterzuordnen einer höheren Ausbeute und Dienlichkeit. Er kann in seinen Signifizierung der Gruppe die Prämisse einer Notwendigkeit der Effizienz unterordnen, aber er kann auch zur liberalen Methode umschwenken und eine Nation der Sklavenhalter erschaffen -- der oppositionelle Teil vom Sozialismus in seiner Kritik durch die Universalität.
  • Ferner ist der Unterschied des Sozialismus und Nationalismus in dem Grad der Kategorischkeit, mit der systematisch eine höhere Dienlichkeit unterstellt wird, gelegen. Ein Beispiel dafür ist die Machtprämisse der Gewaltenteilung (Gewaltenteilung = Wege, Limitation, Verknüpfung und Bedingungen von Macht = Machtprämisse)
  • Der Liberalismus definiert sich, wie oben schon angerissen, durch eine Art "Vieh"haltertum, oder ferner Sklavenhalter der sich nicht als Sklavenhalter definieren muss, sondern systematisch in der Zentralisation von Mitteln im Globalisierungsprozess aufgezwungen wird -- ein indirekter Prozess. Es entsteht ein Raum der Selbst reflektiven Freiwilligkeit und damit der Willkürlichkeit -- es gibt keine soziale Instanz der Nötigung oder Greifbarkeit für den so geschaffenen.
Im Nationalismus sind die Prämissen der Verwaltung oder Regulation hinsichtlich hierarchischer Strukturen offener und können sich im Sinne der Leistung nicht vollständig von den Elementen der "liberalen" Herrens differenzieren. Der Nationalismus kann seine Legitimität nur durch höchst raffinierte Machtprämissen erlangen um des Linken Kritik zu umgehen.

Man könnte den Sozialismus als eigentliche Opposition zum Liberalismus verstehen, da die Universalität sich auf die größte mögliche Form der Totalitarität bezieht, einem totalen rigorosen Urteil.

Dem "Nationalismus" kommt hier die schwierigste Aufgabe zuteil. Er kann als Mittelweg dienen, wird aber immer durch die inneren Gruppentendenzen zum liberalen Sklavenherren gedrängt oder könnte zu ihm unterhöhlt werden. Auch hat er bei seinen Anhängern die psychologische Neigungen sich nur auf sich Selbst zu beziehen, wenn er eigentlich universalistische Dienlichkeit unter der Prämisse des weltlichen entwickeln oder weiterentwickeln hätte handeln müssen um sich zu legitimieren - im Grunde ist ihm psychologisch die Gewöhnung des gegenseitig möglichen Verstauens eigen. Er ist wohl das System, wenn er innere Ignoranz überwinden kann, der moralisch Integersten und aufgeklärtesten Menschen.

Der Postliberalismus bezeichnet einen psychologischen Schlussstrich, einen Anspruch der Absolutheit dieses Endes. Nicht formuliert durch eine Meinung, sondern durch einen logisch kognitiven Prozess, eine Überwindung seiner Prämissen und damit seine systematische zukünftige Unbrauchbarkeit.
Zuletzt geändert von Nexus Entity am Samstag 24. April 2021, 00:12, insgesamt 1-mal geändert.

Leo Ladig
Beiträge: 65
Registriert: Freitag 9. April 2021, 19:06

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Leo Ladig »

Nexus Entity hat geschrieben: Freitag 16. April 2021, 13:16 Wie der Name schon sagt, liberal ist das Gegenteil von totalitär (anti-freiheitlich).

Im Grunde ist die generalistische Argumentation des Liberalen, dass die inneren Motivationen des Menschens Maß aller Dinge ist oder nur sein kann, und das alle Limitationen oder Restriktion eine Verwerflichkeit durch Anmaßung mittels beschränkten Wissens über den Menschen selbst sein würden. Liberalismus ist eigentlich "Anarchie". Die Anarchie definiert sich durch die alleinige Ordnungsmaß o.- Instanz der Macht. Hierbei definiert sich die Gruppe des geltenden Rechts oder Solidarischkeit durch Selektion, wie beim Nationalsozialismus, die sich auf "natürliche" (seiner funktionellen Prämisse folgend) nicht bewusst oder menschliche willentlich oktroyierte Regeln, deshalb "nicht" den nationalsozialistischen Taten gleichzusetzen, vollzieht, kurz: Intelligenz und Leistung. Sich etwas regeln lassen oder passieren lassen, in der Instanz der Betrachtung und Verständes dazu dieser seiner Funktion, ist eine willentliche Tat -- Problem des nicht stattfindenden Eigeständnis. Ferner ist diese Unterlassung eine Maschinalisierung/Psychopatisierung des Menschen oder eine Willensabgabe. In dieser Form wäre der Mensch nicht in der Lage bewusst sein Schicksal zu verändern und Ausdruck der aktuellen Paralyse und empfundenen Ohnmacht gegenüber einem Globalisierungsprozess.

So kann man liberal zu dem Prozess des Laufenlassens umdeuten oder präzisieren (Jede Form von politischer Paralyse), und den Totalitarismus als jedes Maß des Versuches einer Regulation bezeichnen.

Der "Totalitarismus" bezeichnet alle Arten der willentlichen vom Menschen selbst verursachten Eingriffe in das menschliche Leben. Er ist jede Frage der Solidarität, also die Auffassung, das durch die Arbeitsteilung keine universelle Inkompetenz hervorgeht oder bezeichnet wird in der menschlichen Zuteilung durch Spezialisierung, die genuine sei, sondern der Prämisse der Ordnungsgewinnung und Abbringung von der Natur zum zirkulären menschheitlichen Wirtschaftskreislaufs, der Dienlichkeit der abstrakten menschheitlichen Überlebenswahrscheinlichkeitserhöhung.

Dieser "totalitäre" Prozess ist alles was sich Nationalismus oder Sozialismus nennt, weil es eine Regulation irgendeiner Art verlangt.
Der Liberalismus verstärkt nur innere systematische bereits latent vorhandene Machtverhältnisse.

Der einzige Unterschied zwischen Sozialismus und Nationalismus liegt in der Definition der Gruppe. Eine Gruppe ist eine Partizipationsgemeinschaft die durch die Stärke ihrer Macht aller einzelnen Elemente mit der Zustimmung aufrecht erhalten werden muss. Gruppen formieren sich durch entkoppelte Dependenz zu anderen Gruppen. Der Grad der Dependenz in der Selbstbestimmung von Menschen bestimmt eine Gruppe.
  • Sozialismus wird die Gruppe universalistisch systematisch definieret, und alle moralischen und Verteilungsurteile müssen dieser Universalität dienlich sein. Hier kann Leistung nicht als Maxime genutzt werden, weil dadurch die universalistische Qualität und Sicherheit die ihrer Prämissenswahl ursprünglich, der Keim und aller Ursprung des Aufweichung der Universalität wahrgenommen wird, ist.
  • Nationalismus definiert die Gruppe durch Leistung, sieht also keine universalistische Methode der Sicherstellung für notwendig/förderlich oder unterzuordnen einer höheren Ausbeute und Dienlichkeit. Er kann in seinen Signifizierung der Gruppe die Prämisse einer Notwendigkeit der Effizienz unterordnen, aber er kann auch zur liberalen Methode um schwanken und eine Nation der Sklavenhalter erschaffen -- der oppositionelle Teil vom Sozialismus in seiner Kritik durch die Universalität.
  • Ferner ist der Unterschied des Sozialismus und Nationalismus in dem Grad der Kategorischkeit, mit der systematisch eine höhere Dienlichkeit unterstellt wird, gelegen. Ein Beispiel dafür ist die Machtprämisse der Gewaltenteilung (Gewaltenteilung = Wege, Limitation, Verknüpfung und Bedingungen von Macht = Machtprämisse)
  • Der Liberalismus definiert sich, wie oben schon angerissen, durch eine Art "Vieh"haltertum, oder ferner Sklavenhalter der sich nicht als Sklavenhalter definieren muss, sondern systematisch in der Zentralisation von Mitteln im Globalisierungsprozess aufgezwungen wird -- ein Indirekter Prozess. Es entsteht eine Raum der Selbst reflektiven Freiwilligkeit und damit der Willkürlichkeit -- es gibt keine soziale Instanz der Nötigung oder Greifbarkeit.
Im Nationalismus sind die Prämissen der Verwaltung oder Regulation hinsichtlich hierarchischer Strukturen offener und können sich im Sinne der Leistung nicht vollständig von den Elementen der "liberalen" Herrens differenzieren. der Nationalismus kann seine Legitimität nur durch höchst raffinierte Machtprämissen erlangen und dem Linken

Man könnte den Sozialismus als eigentliche Opposition zum Liberalismus verstehen, da die Universalität sich auf die größte mögliche Form Totalitarität bezieht, einem totalen rigorosen Urteil.

Dem "Nationalismus" kommt hier die schwierigste Aufgabe zuteil. Er kann als Mittelweg dienen, wird aber immer durch die inneren Gruppentendenzen zum liberalen Sklavenherren gedrängt oder könnte zu ihm unterhöhlt werden. Auch hat er bei seinen Anhängern die psychologische Neigungen sich nur auf sich Selbst zu beziehen, wenn er eigentlich universalistische Dienlichkeit unter der Prämisse des weltlichen entwickeln oder weiterentwickeln hätte handeln müssen um sich zu legitimieren - im Grunde ist es psychologisch der Gewöhnung des gegenseitig möglichen Verstauens eigen. Er ist wohl das System, wenn er innere Ignoranz überwinden kann, der moralisch Integersten und aufgeklärtesten Menschen.

Der Postliberalismus bezeichnet einen psychologischen Schlussstrich, einen Anspruch der Absolutheit dieses Endes. Nicht formuliert durch eine Meinung, sondern durch einen logisch kognitiven Prozess, eine Überwindung seiner Prämissen und damit seine systematische zukünftige Unbrauchbarkeit.
Ich muss gestehen, dass ich das ziemlich wirr finde. Ist das die offizielle Konflikt-Definition für euer Programm oder lediglich ein Diskussionsbeitrag eines Forumsgastes?

dimitrij
Beiträge: 51
Registriert: Freitag 9. April 2021, 11:03

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von dimitrij »

Es ist nur ein Diskussionsbeitrag, nicht unsere Definition.

Leo Ladig
Beiträge: 65
Registriert: Freitag 9. April 2021, 19:06

Re: Ideen für den Postliberal Podcast

Beitrag von Leo Ladig »

Okay danke, ist da noch etwas "Offizielles" zu erwarten?

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