Die politische Rechte und die Corona-Krise

Nachdem die gegenwärtige Krise die kleinen und mittelständischen Unternehmen an den Rand der Existenz gedrängt hat, trifft sie nun auch die großen Spieler: Lufthansa kündigte an, bis Jahrensende ein Fünftel der Stellen abzubauen. Eines ist klar: Es braucht eine rechte Antwort auf die Krise.

Ein weiterer Paukenschlag in der Geschichte des aktuellen Corona-Versagens: 29.000 Kündigungen bei der Lufthansa, Deutschlands größter Fluggesellschaft. 29.000 Menschen, die künftig kein Gehalt mehr bekommen und nun den Gürtel enger schnallen müssen, und das so kurz vor dem Weihnachtsfest. Diese enorme Zahl all jener, die nun gezwungen sind, umzusatteln (Piloten, Flugbegleiter, Flugzeugtechniker, alles Berufe, die sehr spezifischen Ausbildungen bedürfen und dadurch nicht unbedingt Anknüpfungspotenzial für andere Berufe bieten), das ist eine Anzahl von Menschen, die der Einzelne schwer bis gar nicht visualisieren kann, und zusätzlich hängen an jeder abgebauten Stelle auch die Schicksale der Familien und des näheren Umfelds der Gekündigten.

Dies ist nur ein Symptom einer Maßnahmenpolitik, die es nicht zustande bringt, den Mittelstand ausreichend zu schützen. Konsequenterweise folgen die Verwerfungen der Corona-Krise einem Trend, der schon länger zu beobachten ist: eine Umverteilung von unten nach oben. Die Geschwindigkeit, mit der jenes Phänomen durch Covid-19 voranschreitet, darf jedoch durchaus als sagenhaft betitelt werden; die Eindampfung der Mittelschicht schreitet drastisch voran, dem Rückgrat der Nation wird also das Mark ausgesaugt. Die weitgehenden Proteste gegen die Corona-Maßnahmen mögen zwar vielerorts etwas diffus wirken, jedoch verspüren viele Menschen instinktiv, dass hier ein faules Spiel gespielt wird. Das Wesentlichste dessen ist jedoch: es werden tagtäglich mehr. Zurück zu den 29.000 Schicksalen der Lufthansa: ein großer Anteil dieser Leute ist mit Garantie wütend, frustriert, schaut sich nach Alternativen um; und hier ist das Stichwort auch schon gefallen.

Nachdem David Engels den allseits bekannten Rechtspopulismus als gescheitert erklärt hat (bei dieser Analyse ist er keineswegs allein), müssen die rechten politischen Kräfte dieses Protestpotential aufzufangen, und anstelle einer ungeordneter Masse an (Verschwörungs-) Theorien und anderer Deutungen ein klares Narrativ zu stellen, welches die Verursacher der aktuellen Krise frontal angreift. Angefangen bei Thematisierung der verheerenden Folgen sollten ausgefeilte Sozialprogramme auf dem Tisch liegen, um die Folgen des Missmanagements abfangen zu können; gleichzeitig gehören die großen Gewinner dieser Krise benannt – das gesamte Big Tech-Konglomerat: Amazon, Google, Facebook, etc. Folgerichtig sind das auch jene Plattformen, die am stärksten versuchen, kritische Stimmen verstummen zu lassen und verschleiern, dass sie es sind, welche in Windeseile Monopole in den unterschiedlichsten Bereichen unseres täglichen Lebens einnehmen; das wichtigste davon ist für uns natürlich die Informationsmonopolisierung.

Ein zukunftsfittes Programm sollte also nicht nur Solidarbeiträge bei den Gewinnen der genannten Unternehmen einfordern, sondern ebenso bei Meinungsfreiheit den Fuß in die Tür stellen. Zu guter Letzt gehört noch gegen den Versuch mancher Global-Fetischisten wie Klaus Schwab vorgegangen, die planen, durch den Zusammenbruch weiter Teile der Wirtschaft eine globalistische Utopie mithilfe eben jener erwähnten „Woke Capital“ Vertreter zu errichten. Die Akteure der politischen Rechten müssen einfordern, dass das Volk den Souverän darstellt, und nicht Allmachtsfantasien fröhnende Klempner eines Systems, dass an allen Ecken und Enden undicht geworden ist.

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